Unsere Kleintiere

Category: Ratten Krankheiten

Ratte mit Atemwegsproblemen

Wie ja bestimmt einige wissen hat Pinky eine chronische Atemwegserkrankung, die immer wieder dazu führt, dass er Probleme hat.

Das Hilft uns bzw ihm :

  • Ein angenehmes Klima im Raum, warm, nicht zu feucht und nicht zu trocken
  • Inhalieren (gerade wenn es wieder akut ist hilft das Inhalieren sehr gut)
  • Globulis
  • “Wärmetherapie” (das bedeutet eine gewisse Zeit vor dem Ofen oder unter der Wärmelampe liegen)

Shila – vom Krebs besiegt

Ich hatte ja regelmäßig von Shila berichtet, die über ein halbes Jahr lang gegen den Krebs gekämpft hatte und gestern war leider der Punkt gekommen, wo wir sie gehen lassen mussten :(

Wie immer wollte ich nach unseren Nasen schauen, als ich bei Shila Blut aus der Scheide laufen sah. Sofort rief ich bei der Tierärztin an, die dieses Wochenende bereitschaft hatte und kündigte uns an.

Mir war klar, ich würde mit Shila nicht mehr nachhause kommen, die Fahrt nutze ich dafür, um mich auf das bevorstehende vorzubereiten.

In der Praxis angekommen, wurde Shila kurz untersucht, aber der Tierärztin und mir war klar, dass die beste Entscheidung die sein wird, sie zu erlösen und so ließen wir sie sanft gehen.

Unsere Shila werden wir nie vergessen, sie wurde fast 4 Jahre alt, war bis zum Ende richtig fit gewesen und war einfach unsere kleine Kämpferin

Unsere kleine Shila, du hast bis zum Ende gegen den Krebs gekämpfst, warst so tapfer und eine sehr lebensfrohe Ratte. Wir sind froh, dass wir uns dafür entschieden hatten dich nicht operieren zu lassen, weil trotz der 2 Tumore, hattest du kaum einschränkungen, warst durch den Käfig getobt usw…

Nun bist du nicht mehr bei uns und wir vermissen dich sehr…


Tumore (Krebs) bei Ratten

Ich möchte noch einmal erwähnen, dass dies kein Experiment ist, sondern eine wohlüberlegte Entscheidung, eine alte Ratte nicht mehr operieren zu lassen. Ich möchte unsere Erfahrungen mit anderen teilen, rate aber auch jedem, wenn es die Möglichkeit für eine OP gibt diese zu nutzen.

Unsere Shila hat seit einiger Zeit einen Tumor, der langsam wächst und wo wir mit 2 Tierärzten entschieden haben von einer OP abzusehen.

Bei Tumoren handelt es sich um gutartige und bösartige Neubildungen von Körpergewebe. Meist bemerkt man zuerst einen kleinen, fühlbaren Knoten unter der Haut, der schnell wächst und somit sichtbar an Größe zunimmt.

Bei Ratten unter 2 Jahren würde ich immer zum Tierarzt gehen und das Geschwulst operativ entfernen lassen. Mit einem erfahrenen Tierarzt und einer Inhalationsnarkose, hat man gute Chancen, für eine erfolgreiche OP. Ab einem Alter von 2 Jahren steigt schon minimal das Narkoserisiko. Mit 2 1/2 Jahren würde ich persönlich eine Ratte nicht mehr operieren lassen und ihr noch einige schöne Tage gönnen.

Ob man nun einer OP zustimmt oder nicht hängt von vielen Faktoren ab und man sollte immer überlegen, was nun das beste für das Tier ist.

Für uns sieht es so aus, dass wir Shila so lange damit leben lassen wie es geht, sollte die Tierärztin auch der Meinung sein, dass es an der Zeit ist, dann werden wir sie erlösen lassen. Das hat nichts damit zu tun, dass wir keine Kosten haben möchten, nein im Gegenteil, uns ist es wichtig, dass wir das machen, was für unsere Shila am besten ist.

Shila’s Tumortagebuch
29.10.2009  :
fühlte ich das erste Mal den Knubbel bei Shila
29.01.2010 : mittlerweile sind 3 Monate vergangen, seit ich den Knubbel gefühlt hatte. Shila ist noch top fit, sie hüpft herum und der Tumor, der schon etwas gewachsen ist stört sie bisher noch nicht.
15.02.2010 : Der Knubbel ist wieder gewachsen, aber noch nicht im kritischen Bereich. Shila ist in letzter Zeit etwas ruhiger geworden, aber wenn sie unterwegs ist, dann unterscheidet sie sich kaum von den anderen, sie springt, rennt und klettert munter durch die Gegend.
01.04.2010: Mittlerweile hat sich auf der anderen Seite ein weiterer Knubbel gebilet, der rasend schnell wächst :( Noch kann sich Shila putzen, rennen, springen. Es ist noch nicht aufgescheuert, aber nun kommt langsam der Zeitpunkt näher, an dem wir sie nur noch erlösen können. Ich persönlich schätze, dass wir noch 1-2 Monate haben werden und die werden wir ihr auch noch richtig schön machen.
01.05.2010 : So langsam geht es Richtung Ende. Beide Tumore sind mittlerweile sehr groß, sie wird weniger aktiv und auch sonst spricht alles dafür, dass wir nun nur noch wenige Tage bis Wochen haben werden.
Seit einigen Tagen wird sie nochmal richtig verwöhnt, bekommt Babygläschen, besondere Leckerlies (auch mal etwas süßes, was wir unseren Ratten sonst nie geben) usw. Es ist schwer den Zeitpunkt zu entscheiden, wann ein Leben endet, aber es gibt in diesem Fall keine andere Möglichkeit, ohne das sie leiden würde.
27.05.2010 : Shila will nicht sterben! Beide Tumore sind nun nicht mehr sonderlich gewachsen und ihr geht es prima, sie springt und klettert weiterhin herum, frisst und ist eine fröhliche Ratte….Wir sind immer wieder erstaunt darüber, wie zäh unsere kleine Maus ist…

Für mich ist es wichtig, dass sie nicht leidet und dennoch möchte ich sie auch nicht zu früh erlösen. In ihrem Fall entscheide ich voll und ganz mit dem Kopf.

Brain musste eingeschläfert werden

Leider haben wir mit diesem Jahr kein gutes…
Am Mittwoch, den 08.04.2010 ging es los, er hatte wieder eine Lungenentzündung, die mit Baytril behandelt wurde. Es sah gut aus, es war auf dem Weg der Besserung, am Samstag kam dann der Schock!
Brain lag in der Hängematte, konnte sich kaum halten und die einzige Möglichkeit die ich sah war herauszufinden welcher Tierarzt nun Notdienst hatte (es war spät abends). Als ich endlich nach wenigen Minuten jemanden hatte, wollte ich ihn einpacken und musste feststellen, dass sich sein Zustand extrem verschlechtert hatte…Er lag nur noch auf der Seite, die Atmung war kaum noch zu erkennen…Beim Tierarzt angekommen war er eisekalt  und kam dirkt unter die Wärmelampe und ein langes Gespräch mit der Tierärztin ließ uns nach 1 Stunde zu dem Entschluss kommen ihn einzuschläfern…

Seine Atmung wurde zwar wieder kräftiger, aber sie war sehr sehr schwer und seine Chancen, dass er es vielleicht nochmal geschafft hätte waren so gering, dass jeder weitere Versuch nur eine Qual gewesen wäre.

Die Entscheidung war mir nicht leicht gefallen, aber als ich ihn mir anschaute und seinen Zustand sah, war mir klar, dass es nur diesen einen Weg geben würde, er sollte nicht unnötig leiden.

Nun fehlt er in unserem nun verbliebenen 2er Rudel natürlich sehr, ich vermisse seine Art, wie er mich beim Auslauf und beim Säubern immer begrüßte, wie er auf meinen Schoß krabbelte, wie er neugierig schaute was ich mache und einfach alles…

Ich kann nicht verstehen wieso eine so tolle Ratte im Tierheim sitzen konnte und niemand ihn wollte. Brain war bei uns richtig aufgeblüht, er war zwar nie richtig gesund gewesen, immer empfindlich was die Atemwege angging, aber wir hätten es nie anders machen wollen.

Machs gut mein kleiner komm gut auf der RBB an und grüß die anderen von uns .


Infektion des Zentralennervensystems

Eine Infektion des Zentralennervensystems ist keine schöne Sache und bei Ratten ist es oft schwer erst einmal die genaue Erkankung zu erkennen. Bei einer solchen Infektion ist es sehr wichtig, dass man schnell mit der Behandlung anfängt, nur so ist die Chance auf Heilung gegeben.

Symptome (hier bei muss gesagt werden, dass diese nicht alle auf einmal vorhanden waren, aber es soll einfach eine Übersicht sein)

  • stuppiges Fell
  • schneller Gewichtsverlust
  • Flankenatmung (wahrscheinlich durch einen Infekt der Atemwege, was bei einem angegriffenen Immunsystem schnell einmal passieren kann)
  • rotes Sekret (Nasenbluten ähnlich)
  • Lähmung der Hinterbeine
  • lustlos
  • Krampfanfälle
  • kurze Zeit Futterverweigerung
  • Blasenentzündung

Tag 1 -Mittwoch

Da am Anfang “nur” struppiges Fell, Gewichtsverlust, schwere Atmung, rotes Sekret, Lähmung der Hinterbeine und  lustlosigkeit vorhanden, so dass die Tierärztin sich anfänglich für die Behandlung mit Baytril und Infusion entschied.

Mittwoch fuhr ich später nochmals zum Tierarzt, als sich Luna’s Zustand enorm verschlechtert hatte. Sie bewegte sich nicht mehr viel und auch ihre Reaktion auf Ansprache und Antippen war mehr als dürftig.

Behandlung :

  • nochmals eine Infusion

Zusätzlich wurde ein Urintest gemacht, der Blut im Urin aufwies. Somit kam auch noch eine Blasenentzündung dazu.

Zuhause machte ich dann folgendes :

  • ich stellte sie mit genug Abstand vor den Ofen, so dass sie es schön warm hatte
  • ich bot ihr etwas Bananengematschtes an, den sie dann auch in kleinen Mengen annahm. Alles andere, auch die Pulver vom Tierarzt wollte sie nicht fressen und mir war es in diesem Moment einfach nur wichtig, dass sie etwas zu sich nahm.

Tag 2 – Donnerstag

Die Nacht hatten wir zum Glück schon einmal überstanden, trotzdem war noch nicht alles vorbei.  Nachdem sie dann auch wieder gut gefressen hatte kam der nächste Schlag, es war sichtbar Blut auf dem Handtuch zu sehen.  Desweiteren bekam sie an diesem Tag auch ihren ersten Krampfanfall. Sie lag auf der Seite, die Augen halb geschlossen, das Pfötchen was oben lag zuckte und sie reagierte nicht. So etws hatte ich noch nie erlebt und ich dachte wirklich sie würde mir nun vor den Augen wegsterben, ohne das ich etwas tun konnte.
So schnell es ging fuhren wir wieder zum Tierarzt.

Beim Arzt sah es so aus

  • Wir haben Chloromycetin palmitat mitbekommen

3. und 4. Tag – Freitag und Samstag

Das Wochenende bekam sie 3x am Tag das Chloromycetin palmitat von mir und es war ein ständiges auf und ab. Mal ging es ihr wieder super, das andere Mal lag sie wieder nur herum.

5. Tag – Sonntag

Die Hinterbeine belastet sie mittlerweile schon mehr. Auch sonst macht sie schon einen besseren Eindruck als vorher, auch wenn sie immer noch diese Phasen hat, wo sie nur herum liegt.

Die Symptome haben sich auf folgende reduziert :

  • Blut im Urin (wenig)
  • Flankenatmung + Atemgeräuche
  • noch leichte Lähmungserscheinungen der Hinterbeine
  • schlappheit

6. Tag – Montag

Heute holten wir eine weitere Ladung Chloromycetin palmitat, da sich Luna’s Zustand merklich verbessert hat, aber noch nicht super ist.

8. Tag – Mittwoch

Wir waren noch einmal beim Tierarzt gewesen, Luna’s Atmung hatte sich wieder total verschlechtert, man sah richtig, dass sie kaum Luft bekam.  Außerdem war ich mir nicht sicher, woher das Blut an ihrem Ohr kam, so dass ich das noch einmal abklären lassen wollte.

Beim Tierarzt angekommen stellte sich raus, dass sie wieder eine Blasenentzündung hatte, zusätzlich dazu nun auch noch eine Lungen- und Mittelohrentzündung.

Für uns war klar, sie sollte noch ein letztes Mittel bekommen, wenn dieses nicht anschlägt, würden wir aufgeben und sie erlösen lassen.

9. Tag – Donnerstag

Ich hatte gehofft, dass es wieder werden würde, aber ihre Atmung war immer noch so schlecht und sie bekam auch wieder einen Anfall.

Im Großen und ganzen war ihr Zustand so schlecht, dass wir nur noch eine Möglichkeit hatten und diese war sie zu erlösen :(

Abszesse bei Ratten

Auch hier möchte ich euch wieder an unseren eigenen Erfahrungen teil haben lassen.

Am Montag entdeckte ich bei Brain etwa komisches, es sah aus als hätte er eine dicke Backe! Da mein Mann mit dem Auto zur Arbeit fahren musste, am Dienstag einen Arzttermin hatte und unsere Tochter auch nur ein Attest brauche, fuhren wir am Mittwoch dann zum Tierarzt.

Dort hieß es, dass es ein Abzess sein kann und er bekam Antibiotika gespritzt.
Heute sah ich dann, dass der Knubbel kleiner geworden und sogar aufgegangen war, dass erfreute auch die Tierärztin, die ihm noch einmal eine Spritze gab.

Ursache für einen Abzess kann eine noch so kleine Wunde sein, in die Bakterien eingedrungen sind. Die Wunden verschließen sehr schnell, so dass die Bakterien eingeschlossen werden und dann anfangen zu eitern.

Sie äußern sich als kleine knubbel, sind meisten rötlich gefärbt und fühlen sich weicher an als z.B. eine tumoröse Gewebeveränderung. Die Abzesse sollten vom Tierarzt behandelt werden und man sollte wissen, dass es normal ist, dass diese dann auch aufplatzen. Ist dies passiert, ist es wichtig, dass man die Wunde regelmäßig reinigt und dafür sorgt, dass sich nicht wieder ein neuer Abzess bilden kann.

Ein Tierarztbesuch ist dringend anzuraten, gerade wenn der Abzess sich im Kopfbereich befindet, da ein unbehandelter Abzess nicht nur für die Bildung weiterer Abszesse sorgen kann, auch schiefe Kopfhaltung, Entzündungen im Hirn und im Knochengewebe können Folge sein.

Bericht zum weiteren Verlauf von Brain’s Abzess

Nachdem Brain die 2. Antibiotikaspritze bekommen hatte, ging die Schwellung zurück und der Abzess verschwand von ganz alleine nach einigen Tagen. Mittlerweile ist von dem Abzess nichts mehr zu sehen und Brain hat sich wunderbar erholt.

Atemwegserkrankungen bei Ratten

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Ratten sind leider sehr anfällig für Atemwegserkrankungen, so dass ich auch zu diesem Thema etwas schreiben möchte….

Wie erkennt man Atemwegserkrankungen ?

  • Flankenatmung
  • verstärkte Atmung
  • Niesen
  • Atemgeräuschen
  • rasseln

Häufiges niesen und rote Tränen bzw rötlicher Nasenausfluss, sind kein Nasenbluten oder Augenbluten, sondern eine Flüssigkeit, die mit der Tränenflüssigkeit abgesondert wird.
Die Aussonderung von dieser Flüssigkeit kann einige Gründe haben wie :

  • Stress
  • eine allgemeine Immungschwäche
  • auf eine Krankheit

Bei solchen Anzeichen sollte man am besten einen Rattenerfahrenen Tierarzt anrufen, der nach dem recht schaut. Bei vielen Ratten ist es so, dass die ersten Symptome erst sehr spät bemerkt werden und die Krankheit dann oft schon im vollen Gange ist.

Was man tun kann/sollte um Krankheiten entgegen zu wirken :

  • auf saubere Käfige achten
  • starke Temperaturschwankungen vermeiden
  • nicht in der Nähe der Tiere rauchen
  • genug Rückzugsmöglichkeiten schaffen
Wasser in der Lunge oder im Lungengewebe


Leider mussten auch wir schon mit so etwas kämpfen, ein Lungenödem hat häufig eine Herzschwäche als Ursache. Aber auch Infektionen der Atemwege können die Ursache sein.

Unsere Ratten Opa’s bekamen das im Alter, sie wurden ruhiger, hatten eine auffällig schwere Flankenatmung und man konnte es auch hören…Der Tierarzt stellte die Diagnose und wir waren 1x die Woche dort, um die Spritzen zum entwässern setzen zu lassen…Man merkte sehr kurz darauf schon, dass die Spritzen halfen, unseren Jungs ging es vorerst wieder gut…

Ein paar Monate konnten wir so noch behandeln, bis wir sie schließlich schweren Herzens einschläfern lassen mussten.

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